Gerade ist die Farbe trocken…

…da werden aus der Ausstellung diese Schuhe, die ich in einer iranischen Moschee aus dem 11. Jahrhundert stehen sah, gekauft.

Das Werk trägt den Namen “Saubere Begegnung”, so wie man eben Gott, Allah oder, oder oder begegnen möchte. Nain ist ein kleines Städtchen, das ich auf dem Weg nach Yazd für eine Pause in einem kleinen Café und diese Moschee besucht habe. Es waren wirklich nur wenige Betende vor Ort, so dass man niemanden stören konnte.

 

 

 

 

 

“Saubere Begegnung”

Acryl auf Leinwand

50x40cm

Meine erste Video-Vernissage

Corona macht im Moment nicht nur vieles unmöglich, sondern auch viel Neues möglich. Man könnte auch sagen: Not macht erfinderisch. So kommen neue Medienformate zustande, wenn wir unsere Werke schon nicht öffentlich zeigen können. Plötzlich bekommt das Wort “öffentlich” eine ganz neue Bedeutung. Ohne Öffentlichkeit sitzt jeglicher Künstler ganz allein zu Hause und puzzelt vor sich hin.

Bereits im April sollte ich eigentlich eine Ausstellung nebst Vernissage in der Epiphanias Gemeinde Bremen haben, aber das wurde natürlich verschoben. Beinahe hätte es mit einer dezimierten direkten Öffentlichkeit geklappt, aber dann kam der zweite Lockdown.

Allerdings mag man irgendwann nicht mehr warten – und so gab es eben eine Video-Vernissage.

Hier das Ergebnis:

Hier mehr Klein aber ohO!

Nach dem langen Art-Flur ist nun auch der vermeintliche übersichtlichere Part fertig:

Meine kleinen Schätze fühlen sich meistens in Gemeinschaft sehr wohl. Trotzdem habe ich auch jene für mein Display sorgsam zusammengestellt, und auch beim zweiten Aufstellen hörte ich keine Klagen.

Eine hübsche Begebenheit trug sich mit dem Filmer der Video-Vernissage zu. Verdachtschöpfend machte er ein paar Schritte auf die linke Seite, um festzustellen, ob die Farbtube nicht doch bloß auf das Holz aufgeklebt war. Nein, das Bild blieb flach und alle lächelten amüsiert vor sich hin.

Sie hängen und stehen bereit…

Es ist vollbracht!

Am Mittwoch habe ich mit meiner großer Hilfe mein Auto bepackt, nicht ohne die Sorge vielleicht doch zwei Mal fahren zu müssen – aber es passte alles.

Bei der Epiphanias-Gemeinde in der Bremer Vahr, Bardowickstraßehabe, angekommen, stellte ich fest, dass ich meine mühsam erstellte Hängung für den Art-Flur auf dem Schreibtisch liegen gelassen hatte. Doch solche Herausforderungen nimmt ein Künstler einfach nur an, und ein bisschen Reihenfolge hatte ich noch im Kopf. Manchmal sagen einem die Bilder ganz direkt, dass sie hier hängen möchten und mit diesem zusammen – und nicht anders. Darauf sollte man ruhig hören… nicht wahr?

 

So habe ich nun 58 Bildern (Art-Flur plus meine kleinen Schätze) untergebracht. Der Art-Flur hat so gar keine weißen Wände mehr, und darüber ist man tatsächlich ganz glücklich, denn die waren eben auch ein Zeichen von Corona.

So, morgen gibt es weitere Bilder, ganz ohne Folien und Leitern im Blick.

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