Mein Weg um die Kunst herum

Meine Mutter erzählte mir zwei Dinge:

  • Als ich anfing mit Buntstiften zu malen, ergriff ich sie immer mit der linken Hand. Dann legte sie mir einen in die rechte Hand. Ich weinte.
  • Ich gewann einen Malwettbewerb, als ich 4 Jahre alt war. Ich kann mich nicht daran erinnern.

Demnach bin ich Linkshänder und dank meinen Eltern und Lehrern, durfte ich das bleiben.

Nichtsdestotrotz war Kunst immer an meiner Seite, aber es hätte mehr in Sicht sein können.

Ich wuchs in einem wundervollen Zuhause, Haus und Paradies in der flachen Landschaft Norddeutschlands, grade außerhalb von Bremen auf. Mein Urgroßvater hatte das Haus mit großem Aufwand 1913 gebaut, denn er hoffte, dass seine reichen Schwiegereltern für mindestens einen Besuch kämen. Leider war er nicht der gewünschte Schwiegersohn für die Tochter gewesen. So kamen sie nie.

 

Ich liebte die große Sandkiste, die mein Vater mit baute, und die hohe tolle Schaukel. Es gab mehrere Obstbäume im Garten, um die man gut herumlaufen und von denen man lecker naschen konnte. Meine Mutter war jene für die Künste: Ich sang im Schulchor und begann Akkordeon und Klavier zu spielen. Ich malte nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause. Tatsächlich erinnere ich mich an dies: Mir war in der Schule mit dem Tuschkasten ein schöner Igel gelungen. Man sagte mir, ich sollte mehr Blätter malen – und der Igel verschwand unter zu vielen *seufz* Später schrieb ich einige Geschichten und nach einer Nachtschicht an meinem Schreibtisch legte ich die erste vollendete in die Nummer 24 des Adventskalenders für meine Eltern.

Man sieht, Kunst war immer um mich, und es war bereits Leistungskurs in meinem Abitur, aber in meiner Familie war Kunst nur für das Amüsement da, aber nicht um Geld zu verdienen – den Ausdruck “brotlose Kunst” hört man in Deutschland immer noch häufig.

 

So ging ich in meine ersten brotreichen Laufbahn bei der Bahn. Wagen prüfen, Züge in die richtige Richtung leiten, Fahrkarten verkaufen – nichts wovon ich je geträumt hatte. Ich liebe es mit dem Zug zu fahren, weil man so viele Himmel, sich ständig ändernde Landschaften, Gebäude sieht, und jeder Zug bringt einen zu anderen Orten und Menschen, die es wert sind gemalt zu werden oder über die man schreiben könnte, aber ich verließ das alles, da ich auf einem Stellwerk feststeckte. Mein Ehemann unterstützte mich dabei sehr.

 

Meine nächste Ausbildung schien mich noch weiter von Kunst zu entfernen: Steuern und Buchhaltung. Allerdings weiß ich heute, dass das Wissen aus beiden Gebieten sehr praktisch ist – besonders für Künstler. Natürlich habe ich viel gelernt, aber ich wusste, diese Arbeit würde nie mein Traumjob sein. Also schaute ich mich wieder um nach einem Bereich, der meinen Lieben näher sein sollte. In meiner freien Zeit schrieb ich Geschichten, ging zu Autoren-Treffen und malte Portraits von meinen Freunden von Fotos mit meinem alten Schultuschkasten.

 

 

Zur Universität zu gehen, um Englisch und Deutsch zu studieren schien sehr viel näher, aber ich lernte nur schon geschriebene Literatur zu verstehen nicht sie zu schreiben. Gut, dachte ich, das könnte hilfreich sein. Mein Englisch für ein Jahr in London zu vertiefen, während ich dort Deutsch unterrichtete und Englisch in Deutschland war ebenso eine große Hilfe. Jedoch fand ich im Referendariat heraus, dass es unmöglich war mit den Kids kreativ zu sein. Keine Zeit! Dabei brauchen wir doch heute kreative Köpfe.

Scheinbar kündigte ich von einem Moment zum nächsten im Referendariat, aber dieses mal fühlte es sich so logisch an – dieses Mal. Am Tag dieser Entscheidung übernahm ich die Pinsel und Farben meines Mannes. Es war ein Schlüsselmoment, und als ich tief nach dem Grund für die erneute Kündigung schürfte, fand ich heraus, dass ich mich nicht nur von den strickten Pflichten und Regeln befreite, sondern ebenso von diesem Stoff in den Fächern. Glücklicherweise fand ich heraus, dass ich auf das Unterrichten nicht mehr verzichten wollte. Allerdings wollte ich Menschen lieber auf einem persönlicheren und emotionalen Weg erreichen wollte, der mehr Wirkung hatte als das Lernen von Mathe und Grammatik.

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