UMS-Arts

Kunst – Ideen – Lernen

Fixieren draußen

Sich vergrößern und aufs Land ziehen hat sogar als Künstler etwas für sich, auch wenn man nun viel weiter von der Stadt weg ist.

Die ganzen giftigen Aktionen kann man nun nicht nur draußen tun, sondern die Bilder zum Trocknen auch noch draußen stehen lassen, und vielleicht tut das auch noch dem alten Holz der Bank gut. Wer weiß!

Die zu sehenden Bilder sind inzwischen in der Galerie angekommen: Viel Spaß beim Anschauen! Kiwis, Physalis, Düne.

Fineliner Workshop

Ganz spontan

Heute fand ich in meinem kleinen Einkauf eine angematschte Mandarine. Armes Ding, aber ich fand es zu schade, ihren heilen Teil gleich zu vertilgen und den Rest wegzuwerfen.

Ja, manchmal sind es solche Impulse von außen, die mich im Moment ins Atelier „treiben“.

Passenderweise fiel mit der kleine uralte Verbandkasten aus der Werkstatt meines Vaters in die Hände. Nichts passte besser zu zum Mandarinenpatienten.

 

 

 

Na, und wer ist hier nun der Patient? Ich bin sicher, ihr werdet es erkennen.

Wenn ich mit dem Hintergrund sicher bin, beginne ich gern damit. In diesem Fall ist eine Mischung aus Payne’s Grey und Indantrene Blue.

Dann habe ich von mich von hinten nach vorn gearbeitet. Erst den Hintergrund, dann den Verbandkasten. Und dann diese Buchstaben… und bei genauen Hinschauen erkannte ich, dass die Buchstaben anscheinend einzeln auf der Metall aufgestempelt wurden. Die Abstände sind alles andere als gleich. Das freut den Impressionisten.

 

 

Etwas Fleißarbeit bedeute das Ausmalen und Ausbessern dann trotzdem, aber ich finde, dieses antike Stück ist es mehr als Wert.

 

 

 

 

 

 

So, nun sind Kasten und Buchstaben da. Nun geht es weiter nach vorn.

 Für die Linkshänder: Malt erst die rechte und dann die linke Mandarine. Sonst hängt man ganz toll mit der Hand irgendwann ungewollt im Orange der Früchte, und die Arbeit, um sie als solche erkennbar (Rundungen, Schatten, Pünktchen, Reflektion etc.) zu machen, möchte man sich nicht zwei Mal machen.

 

 

 

So, dies ist der vorläufige Stand. Nein, ich bin noch nicht fertig.

Leider geht im Winter immer noch schnell das Tageslicht verloren.

Ich hoffe, die beiden sehen morgen Mandarinen immer noch genauso aus wie heute, und das Wetter wird wieder so schön wie heute…

Drückt mir die Daumen!

 

 

 

 

VerbandkastenMandarinen

Wie machen Sie das?

Selten schaut mir beim Malen jemand über die Schulter, aber ich habe schon die eine oder andere Malvorführung gemacht. Auch dafür kann man mich buchen.

Hier biete ich ein Tutorial vom nebenstehenden Ölgemälde „Löffel auf Muschel“ an, sehr ausführlich mit Angaben zu Materialien und mit vielen Erklärungen und Fotos.

Wer daran interessiert ist, schreibe mir einfach und bekommt es zugeschickt.

Hier ein kleiner Appetithappen:

 

 

Tutorial für „Muschel mit Löffel“

 

 

  1. Aufbau, Komposition, Tonwerte, Farben
  2. Material
  3. Vorgang

 

  1. Aufbau, Komposition, Tonwerte, Farben

Dies ist der Beginn einer Serie von drei Bildern. Ich habe sie noch nicht alle vor Augen, aber sie werden alle im gleichen Format 25x 12,5cm sein.

Da das verbindende Element mein Kinderessbesteck ist, steht des Mal ein Besteckstück im Fokus.

Hier bietet sich die Draufsicht bzw. Vogelperspektive an,  denn wir sehen meistens von oben auf das Besteck, wenn wir z.B. die passende Schublade in der Küche öffnen. Außerdem lassen sich Bestecke tatsächlich am besten von oben erkennen. Darüber hinaus haben wir auch im übertragenden Sinne den Blick als Erwachsener auf ein Kinderbesteck hinunter, wenn auch auf eine liebevolle Art. Ich benutze mein Besteck immer noch gern.

Ich habe den Löffel in eine Muschelschale gelegt, die allerdings nicht mehr heil ist, was vielleicht beiden einen vergangenen Charme gibt.

Muscheln wie diese Jakobsmuschel sieht man meistens von der Rückseite. Jeder, der schon einem Piktogramm einer Muschel gesehen hat, wird über diese Ansicht mit den ausstrahlenden Linien stolpern, denn so erkennen wir sie sofort. Hier gab der Löffel eher die Schalenseite vor. Sie ist unspektakulärer, gibt dadurch aber dem Löffel mehr Raum.

Um die grade Lage des Löffels aufzubrechen, habe ich die Muschel etwas schräg gelegt, womit sich ihre Unzulänglichkeiten klar zeigen und der Strenge des graden Löffels die Kraft genommen wird. So bekommt das gesamte Bild Charakter.

Herausfinden sollte man bereits vor dem Malen, wo der hellste Fleck liegt und wo der dunkelste. Einmal festgelegt sind sie gute Orientierungspunkte. Der hellste Fleck ist die Spieglung des Himmels in der Löffel-Laffe, die dunkelsten an den linken Seiten des Löffels, eben die Schattenseite.

Ebenso ist es immer hilfreich zu wissen, welcher Teil im Schatten liegt und welcher im Licht. Die Schattenflächen dürfen nie heller als jene sein, die im Licht sind…

Löffel auf Muschel

Kostenloses Tutorial anfordern

Vielen Spaß beim Lesen und… 🙂

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