UMS-Arts

Kunst – Ideen – Lernen

Ganz spontan

Heute fand ich in meinem kleinen Einkauf eine angematschte Mandarine. Armes Ding, aber ich fand es zu schade, ihren heilen Teil gleich zu vertilgen und den Rest wegzuwerfen.

Ja, manchmal sind es solche Impulse von außen, die mich im Moment ins Atelier „treiben“.

Passenderweise fiel mit der kleine uralte Verbandkasten aus der Werkstatt meines Vaters in die Hände. Nichts passte besser zu zum Mandarinenpatienten.

 

 

 

Na, und wer ist hier nun der Patient? Ich bin sicher, ihr werdet es erkennen.

Wenn ich mit dem Hintergrund sicher bin, beginne ich gern damit. In diesem Fall ist eine Mischung aus Payne’s Grey und Indantrene Blue.

Dann habe ich von mich von hinten nach vorn gearbeitet. Erst den Hintergrund, dann den Verbandkasten. Und dann diese Buchstaben… und bei genauen Hinschauen erkannte ich, dass die Buchstaben anscheinend einzeln auf der Metall aufgestempelt wurden. Die Abstände sind alles andere als gleich. Das freut den Impressionisten.

 

 

Etwas Fleißarbeit bedeute das Ausmalen und Ausbessern dann trotzdem, aber ich finde, dieses antike Stück ist es mehr als Wert.

 

 

 

 

 

 

So, nun sind Kasten und Buchstaben da. Nun geht es weiter nach vorn.

 Für die Linkshänder: Malt erst die rechte und dann die linke Mandarine. Sonst hängt man ganz toll mit der Hand irgendwann ungewollt im Orange der Früchte, und die Arbeit, um sie als solche erkennbar (Rundungen, Schatten, Pünktchen, Reflektion etc.) zu machen, möchte man sich nicht zwei Mal machen.

 

 

 

So, dies ist der vorläufige Stand. Nein, ich bin noch nicht fertig.

Leider geht im Winter immer noch schnell das Tageslicht verloren.

Ich hoffe, die beiden sehen morgen Mandarinen immer noch genauso aus wie heute, und das Wetter wird wieder so schön wie heute…

Drückt mir die Daumen!

 

 

 

 

VerbandkastenMandarinen

Demo aus dem Montagskurs

Demo aus dem Montagskurs

Für gewöhnlich gehe ich im Kurs meiner Montagsmaler*innen immer wieder von einem zum nächsten, um Tipps für den nächsten Schritt, für Farben, Perspektiven usw. zu geben, aber gestern schlug mir Sabine vor, ob ich nicht auch etwas malen wolle und winkte mit einer kleinen Leinwand.

Natürlich habe ich zum Aushelfen immer selbst Farben, Pinsel und Untergründe dabei, aber ganz kurzentschlossen schnappte ich mir tatsächlich eine 20x20cm Weinwand und machte mir einen Pappteller mit Farbe fertig.

Passenderweise hatte ich eine kleine Plätzchenauswahl in einer Dose dabei, die als Motive dienten.

Ich schätze nach 45 Minuten hatte ich dieses Demo fertig und habe es gleich Sabine geschenkt. Danke für den Tipp!

Soll ich das öfter machen?

 

Keksdose

Workshop: Male, was du liebst!

Workshop: Male, was du liebst!

Dies ist der Workshop, den ich nächstes Wochenende (9. + 10.10., jeweils 10-14Uhr) an der VHS Lilienthal in der Alten Schule Falkenberg anbiete.

Es sind noch Plätze frei!

Was wir malen?

Sicher hast du auch mindestens eine besondere Schachtel, in der du deine gesammelten Schätze aufbewahrst, oder stehen sie auf der Fensterbank?

Suche dir einen aus und bringe ihn mit!

Noch mehr Infos über die Art, wie wir uns den Schätzen nähern, bekommst du auf einer ganzen Seite auf dieser Website.

Es wäre toll, wenn du dir dieses Wochenende Gedanken über deine Teilnahme machen würdest, denn am Abend des kommenden Montag läuft die Anmeldefrist ab.

Für die Anmeldung und für die Liste über die mitzubringenden Dinge, folge bitte diesem Link.

Ich freue mich auf dich!

Erstes E-Book

Skizze eines Teeglases

Ja, es wird Zeit, und mir juckt es tatsächlich wieder in den Fingern.

Und da gestern auch noch Adebanji Alade, ein sehr engiegeladener britischer Künstler so einen genialen Auftritt auf Facebook hingelegt hat, blieb mir heute sozusagen gar nichts Anderes übrig, als ich mich ins Atelier zu begeben.

Das Motiv hatte ich schnell zur Hand. Gouache sollte es werden, aber leider habe ich das falsche Papier gewählt. So wurde der erste Versuch nach dem letzten halben Jahr etwas rumpelig, aber … es geht noch.

 

 

 

Galerie

 

Gemälde und Zeichnungen

dessen

was ich liebe

Ulrike Miesen-Schuermann

Ulrike Miesen-Schuermann

Künstlerin, Dozentin für Malerei und Kreatives Schreiben, Ideenquelle

 

Hallo!

Manchmal braucht es nur ein Wort oder ein Bild, das uns in alte und neue Welten führt, wo wir bereits persönliche Andenken, Orte und Erinnerungen gesammelt haben und uns wünschen neue hinzuzufügen – und auf jeden Fall solche mit ganz viel Liebe.

Ich bin dabei…

 

Wie machen Sie das?

Selten schaut mir beim Malen jemand über die Schulter, aber ich habe schon die eine oder andere Malvorführung gemacht. Auch dafür kann man mich buchen.

Hier biete ich ein Tutorial vom nebenstehenden Ölgemälde „Löffel auf Muschel“ an, sehr ausführlich mit Angaben zu Materialien und mit vielen Erklärungen und Fotos.

Wer daran interessiert ist, schreibe mir einfach und bekommt es zugeschickt.

Hier ein kleiner Appetithappen:

 

 

Tutorial für „Muschel mit Löffel“

 

 

  1. Aufbau, Komposition, Tonwerte, Farben
  2. Material
  3. Vorgang

 

  1. Aufbau, Komposition, Tonwerte, Farben

Dies ist der Beginn einer Serie von drei Bildern. Ich habe sie noch nicht alle vor Augen, aber sie werden alle im gleichen Format 25x 12,5cm sein.

Da das verbindende Element mein Kinderessbesteck ist, steht des Mal ein Besteckstück im Fokus.

Hier bietet sich die Draufsicht bzw. Vogelperspektive an,  denn wir sehen meistens von oben auf das Besteck, wenn wir z.B. die passende Schublade in der Küche öffnen. Außerdem lassen sich Bestecke tatsächlich am besten von oben erkennen. Darüber hinaus haben wir auch im übertragenden Sinne den Blick als Erwachsener auf ein Kinderbesteck hinunter, wenn auch auf eine liebevolle Art. Ich benutze mein Besteck immer noch gern.

Ich habe den Löffel in eine Muschelschale gelegt, die allerdings nicht mehr heil ist, was vielleicht beiden einen vergangenen Charme gibt.

Muscheln wie diese Jakobsmuschel sieht man meistens von der Rückseite. Jeder, der schon einem Piktogramm einer Muschel gesehen hat, wird über diese Ansicht mit den ausstrahlenden Linien stolpern, denn so erkennen wir sie sofort. Hier gab der Löffel eher die Schalenseite vor. Sie ist unspektakulärer, gibt dadurch aber dem Löffel mehr Raum.

Um die grade Lage des Löffels aufzubrechen, habe ich die Muschel etwas schräg gelegt, womit sich ihre Unzulänglichkeiten klar zeigen und der Strenge des graden Löffels die Kraft genommen wird. So bekommt das gesamte Bild Charakter.

Herausfinden sollte man bereits vor dem Malen, wo der hellste Fleck liegt und wo der dunkelste. Einmal festgelegt sind sie gute Orientierungspunkte. Der hellste Fleck ist die Spieglung des Himmels in der Löffel-Laffe, die dunkelsten an den linken Seiten des Löffels, eben die Schattenseite.

Ebenso ist es immer hilfreich zu wissen, welcher Teil im Schatten liegt und welcher im Licht. Die Schattenflächen dürfen nie heller als jene sein, die im Licht sind…

Löffel auf Muschel

Kostenloses Tutorial anfordern

Vielen Spaß beim Lesen und… 🙂

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